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BESCHICHTUNGENund Auskleidungen
Der richtige Schutz für verschiedenste Bedingungen: Wir bieten die passenden Beschichtungssysteme, mit denen unsere Stahlrohre je nach Anwendungsbereich temporär oder dauerhaft zuverlässig vor Korrosion und bei Bedarf auch vor mechanischen Einwirkungen geschützt werden.
Temporärer Korrosionsschutz
Stahlrohre von Mannesmann Precision Tubes werden vor dem Versand werksseitig mit einem temporären Korrosionsschutz der Gruppe O versehen. Wenn die Rohre in Ausnahmefällen ohne Ölschutzfilm geliefert werden sollen, muss dies bei der Bestellung angegeben werden. Andere oder zusätzliche Korrosionsschutzmaßnahmen können vereinbart werden.
Korrosionsschutzöle sind Mineralöle, die unter anderem Inhibitoren – korrosionshemmende organische Substanzen – enthalten. Auf Anfrage können wir Ihnen die Sicherheitsdatenblätter der eingesetzten Korrosionsschutzmittel zur Verfügung stellen. Die Ölfilme können beim Kunden mit geeigneten wässrigen neutralen oder alkalischen Reinigern oder Lösungsmitteln entfernt werden. Die Schutzwirkung der Ölfilme ist abhängig von den atmosphärischen Bedingungen und der Lagerdauer.
Durch Kondenswasser, welches sich bei Taupunktunterschreitung auf oder in den Rohren bildet, sowie bei stark wechseln den Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit, kann der Ölschutzfilm unwirksam werden. Dieser Effekt kann auch bei Lagerung unter Dach auftreten.
Der Korrosionsschutz reicht bei Lagerung unter Dach und in klimatisierten Räumen von etwa einem bis zu fünf Monaten.
Die Wirksamkeit des Korrosionsschutzes ist immer in Verbindung mit den Verpackungsmaßnahmen zu sehen. Insbesondere bei längerer Transport- und/oder Lagerdauer müssen die Rohre zusätzlich geschützt werden. Sprechen Sie und dazu gerne an!
Korrosionsschutz "Gruppe O" - Inhibitorhaltige Mineralöle
| Art des Schutzfilms | ölartig, staubbindend |
|---|---|
| Lagerung | nur unter Dach und in klimatisierten Räumen |
| Schutzdauer (Anhaltswert) | 1-5 Monate |
| Entfernbarkeit | heiße alkalische Reinigungsmittel, organische Lösungsmittel, Kaltreiniger |

MW-protect® - Exzellenter Korrosionsschutz für HPL Rohre
Mannesmann hat ein Beschichtungssystem für erhöhten Korrosionsschutz insbesondere von HPL-Rohren entwickelt:
MW-protect® für Hydraulik- und Pneumatikrohre nach DIN EN 10305-4 und Oberflächenschutz mit Prüfung nach DIN EN ISO 9227 in Verbindung mit DIN EN ISO 2081.
Ergebnisse des Salzsprühnebeltests
≥ 600 Stunden
Korrosionsbeständigkeit gegen Weißrost (gerade Rohre E235/E355)
≥ 1.000 Stunden
Korrosionsbeständigkeit gegen Rotrost (gerade Rohre E235/E355)
Verfügbarkeit
Für Präzisionsstahlrohren mit Außendurchmessern von 6 bis 42 mm (0,236 - 1,653 Zoll) und Wanddicken von 1 bis 5 mm (0,038 - 0,196 Zoll).
Bezeichnung
Die Bezeichnung nach ISO 2081 ist wie in folgendem Beispiel anzugeben:
Galvanischer Überzug ISO 2081-Fe/Zn15/A/T2

Verzinkung
Hochleistungspassivierte HPL-Rohre sind außen galvanisch verzinkte Rohre emäß DIN EN ISO 2081. Die Zinkschicht hat standardmäßig eine Schichtdicke von 12 bis 15 µm und wird durch eine nachträgliche Passivierung ergänzt.

Der richtige Schutz für verschiedenste Bedingungen
Wir bieten die passenden Beschichtungssysteme, mit denen die Stahlrohre zuverlässig vor Korrosion und mechanischen Einwirkungen geschützt werden. Auch in unwegsamem Gelände, bei härtesten Umweltbedingungen und aggressivsten Medien bieten unsere speziellen Beschichtungssysteme dauerhaften Schutz.
Spitzenposition in der Beschichtungstechnologie
Mit der MAPEC®-Beschichtungstechnologie aus dem Hause Mannesmann setzen wir eine lange Tradition und Spitzenposition beim Rohrbeschichten fort. Eine stetige Weiterentwicklung des Beschichtungsverfahrens und die ständige Erforschung neuer Beschichtungskonzepte machen uns zu einer Top-Adresse im Bereich Rohrbeschichtung.
Außenbeschichtungen
MAPEC®-Lösungen – für die Verlegung im offenen Rohrgraben
MAPEC® ist das eingetragene Warenzeichen für Kunststoff- Umhüllungssysteme auf Polyethylen/Polypropylen (PE/PP)- Basis. Die Beschichtungen werden ausschließlich mit erprobten und zugelassenen Materialien im Schlauchextrusionsverfahren appliziert. Nationale und internationale Normen wie DIN EN, ISO, CAN/CSA sowie strenge Kundenforderungen stellen dabei permanent hohe Anforderungen.
Auch bei schwierigen Bodenverhältnissen und erhöhten Betriebstemperaturen bis 85 °C (PE) / 110 °C (PP) stehen verschiedene MAPEC®-Varianten zur Verfügung. Für sehr anspruchsvolle und schwierige Verlegungen stehen mehrere MAPEC®-Sonderausführungen zur Verfügung. In Ergänzung zur Kunststoff-Umhüllung ist außerdem eine Faserzementmörtel-Ummantelung möglich.
Eine Markierung der kunststoffumhüllten Rohre erfolgt nach Norm, kann aber auf Kundenwunsch erweitert werden. Ebenfalls können auf Wunsch des Kunden verschiedenste Farbmarkierungen aufgebracht werden. Nach der Umhüllung werden die Rohrenden in der Regel mit einem temporären Korrosionsschutz versehen.
Alle Umhüllungen sind auf Anfrage auch nach weiteren internationalen Standards und Normen sowie speziellen Kundenspezifikationen lieferbar.
MAPEC® Polyethylen (HDPE)-Umhüllung*
mit Tmax bis 85 °C
Beschreibung
3-Lagen-Umhüllung bestehend aus 1) Epoxidharzprimer, 2) Haftvermittler und 3) Polyethylen
Produkteigenschaften
Standardkorrosionsschutz, auch für aggressive Böden
Anwendungsbereich
Erdverlegung in steinfreien Böden
* „HD“ steht für „high density".


MAPEC® Polypropylen (PP)-Umhüllung (auch mit Epoxy innen)
mit T von 0 °C bis 110 °C (andere Temperaturen auf Anfrage)
Beschreibung
3-Lagen-Umhüllung (PE bzw. PP), bestehend aus 1) Epoxidharzprimer, 2) Haftvermittler und 3) Polypropylen
Produkteigenschaften
Korrosionsschutz für höhere Einsatztemperaturen bis 110 °C, höhere Temperaturen auf Anfrage. Auch erhältlich mit innerer Flow Coat-Beschichtung (Epoxy) für eine deutliche Verringerung der Reibungsverluste.
Anwendungsbereich
Bei höheren thermischen Beanspruchungen der Rohrumhüllung (äußere oder innere Einflüsse). Rahmenbedingungen für Verlegung, Transport und Lagerung beachten.
MAPEC® Kunststoff-Umhüllung mit integriertem Rippenprofil
Beschreibung
3-Lagen-Umhüllung (PE bzw. PP) bestehend aus 1) Epoxidharzprimer, 2) Haftvermittler und 3) spezieller MAPEC®-Decklage mit Rippenprofil.
Produkteigenschaften
Rohrumhüllung mit erhöhter Schlagbeständigkeit und besonderem Abriebschutz.
Anwendungsbereich
Dank des erhöhten Abriebschutzes eignet sich diese Umhüllung insbesondere für Erdverlegung oder Rohr-Relining-Verfahren.

MAPEC®-Sonderlösungen - für besondere Verlegeverfahren, z. B. HDD-Spülbohrverfahren
Für sehr anspruchsvolle und schwierige Verlegungen sind zusätzlich zur MAPEC®-Umhüllung auch noch spezielle MAPEC®-Sonderausführungen lieferbar. Diese bieten verschiedene Möglichkeiten hinsichtlich Schichtdicke und Oberflächenbeschaffenheit der Kunststoffbeschichtung. So sind zum Beispiel Rough Coat, T-Rippen- und S-Rippenstrukturen lieferbar.
Eine Markierung der kunststoffumhüllten Rohre erfolgt nach Norm, kann aber auf Kundenwunsch erweitert werden. Ebenfalls können auf Wunsch des Kunden verschiedenste Farbmarkierungen aufgebracht werden. Nach der Umhüllung werden die Rohrenden in der Regel mit einem temporären Korrosionsschutz versehen.
Die MAPEC®-Umhüllung wird auf Wunsch durch eine Faserzementmörtel-Ummantelung nach DIN 30340-1 ergänzt, die in verschiedenen Ausführungen je nach Bodenverhältnissen ausgeführt werden kann. Sie wird insbesondere für den Einsatz in steinigen oder felsigen Böden mit extrem hohen mechanischen Belastungen sowie in allen Bergsenkungsgebieten verwendet. Neben der Standardausführung in steingrau kann die FZM-Ummantelung zur Unterscheidung der Fördermedien wie die Kunststoff-Umhüllung in Abhähngigkeit der Rohrabmessung in weiteren Farben ausgeführt werden. So werden auf Wunsch zum Beispiel Gasleitungsrohre gelb umhüllt.
Gemeinsam mit einer Rippenstruktur auf der PE-Korrosionsschicht kann die Faserzementmörtel (FZM)- Ummantelung in längskraftschlüssiger Ausführung geliefert werden (FZM-S). Die Beschichtungslösung eignet sich besonders für grabenlose Verlegung der Rohre.
Alle Umhüllungen sind auf Anfrage auch nach weiteren internationalen Standards und Normen sowie speziellen Kundenspezifikationen lieferbar.
MAPEC® Kunststoff-Umhüllung mit Rough Coat-Oberfläche
mit Tmax bis 110 °C (höhere Temperaturen auf Anfrage)
Beschreibung
3-Lagen-Umhüllung (PE bzw. PP) bestehend aus 1) Epoxidharzprimer, 2) Haftvermittler und 3) PE/PP-Decklage, jedoch zusätzlich mit einer speziellen Oberflächenbeschichtung zur Aufrauung der Oberfläche.
Produkteigenschaften
Rohrumhüllung mit hohem Reibungswiderstand:
- Onshore-Verlegung: Erhöhte Rutschfestigkeit beim Begehen oder Handling der Rohre
- Offshore-Verlegung: Steigerung der Verlegesicherheit durch Erhöhung der Gleitreibung gegen Abrutschen der Leitung
- Offshore/Heavy Coat: Erhöhung des Scherwiderstandes zwischen Beton und Kunststoffumhüllung.
PP-Korrosionsschutzumhüllung für höhere Einsatztemperaturen bis 110°C, höhere Temperaturen auf Anfrage.
Anwendungsbereich
Überall dort, wo ein hoher Reibungswiderstand der Rohroberfläche sinnvoll ist.

MAPEC® Kunststoff-Umhüllung mit Sonderschichtdicken und als ideale Grundlage für weitere Beschichtungen (Rough Coat, GFK, Schwerbeton)
(HDPE) mit Tmax bis 85 °C oder Polypropylen Tmax bis 110 °C
Beschreibung
3-Lagen-Umhüllung (PE bzw. PP), auf Kundenwunsch mit höheren Schichtdicken der drei Lagen, 1) Epoxidharzprimer, 2) Haftvermittler und 3) Polyethylen/Polypropylen lieferbar.
Produkteigenschaft
Besonderer Korrosionsschutz für Leitungsrohre (Gas/Öl, Trinkwasser/Abwasser/Sole, etc.).
Anwendungsbereich
Erdverlegung in steinfreien Böden.

MAPEC® Kunststoff-Umhüllung mit Farbstreifenmarkierung für alle PE und alle Schichtdicken (normal, verstärkt, Sonderschichtdicke)
Beschreibung
3-Lagen-Umhüllung bestehend aus 1) Epoxidharzprimer, 2) Haftvermittler und 3) Polyethylen mit 4 bzw. 8 (größer DN 355,6 mm) Längsstreifen in den Farben blau (Pressluft), gelb (Gas), rot (Kabel), grün (Wasser) und braun (brennbare Flüssigkeit); weitere Farben auf Anfrage.
Produkteigenschaften
Dauerhafte, kontinuierliche und unmittelbar aufgebrachte Kennzeichnung des transportierten Mediums.
Anwendungsbereich
Gemäß Kundenwunsch

Faserzementmörtel-Ummantelungen
Die MAPEC®-Umhüllung wird auf Wunsch durch eine Faserzement-Ummantelung nach DIN 30340-1 ergänzt, die in verschiedenen Ausführungen je nach Bodenverhältnissen ausgeführt werden kann. Sie wird insbesondere für den Einsatz in steinigen oder felsigen Böden mit extrem hohen mechanischen Belastungen sowie in allen Bergsenkungsgebieten verwendet.
Neben der Standardausführung in steingrau kann die FZM-Ummantelung zur Unterscheidung der Fördermedien wie die Kunststoff-Umhüllung in weiteren Farben ausgeführt werden. So werden auf Wunsch Gasleitungsrohre gelb, Trinkwasserleitungsrohre blau und Abwasserleitungsrohre schwarz umhüllt.
MAPEC® Kunststoff-Umhüllung mit Faserzementmörtel-Ummantelung FZM-N
Beschreibung
3-Lagen-Umhüllung (PE bzw. PP) bestehend aus 1) Epoxidharzprimer, 2) Haftvermittler und 3) PE/PP-Decklage und FZM-N-Ummantelung nach DIN 30340-1.
Produkteigenschaften
Durch den Einsatz der FZM-N-Ummantelung entsteht eine sehr hohe mechanische Beständigkeit und ein integrierter Schutz gegen Auftrieb. Zusätzliche Vorteile sind u.a die Einsparung der üblichen Sandbettung (keine Deponiekosten), eine mögliche Wiederverwendung des Aushubs und die Feldbiegbarkeit.
Anwendungsbereich
Verlegung in steinigen oder felsigen Gebieten

MAPEC® Kunststoff-Umhüllung mit T-Rippe und Faserzementmörtel-Ummantelung FZM-S
Beschreibung
3-Lagen-Umhüllung (PE bzw. PP), bestehend aus 1) Epoxidharzprimer, 2) Haftvermittler und 3) PE/PP-Decklage mit speziellem T-Profil, zusätzlichem Rough Coating und FZM-S Ummantelung nach DIN 30340-1.
Produkteigenschaften
Durch die Verklammerung zwischen der Umhüllung mit T-Profil und zusätzlichem Rough Coating mit der äußeren FZM-S-Ummantelung entsteht ein sehr hoher Haftverbund. Die Vorteile sind u.a. eine Minimierung von Brüchen und Rissen, da keine überhöhten Spannungen entstehen, sowie eine Erhöhung des Scherwiderstandes zwischen Beton und Kunststoffumhüllung.
Anwendungsbereich
Aufgrund der Kombination von mechanischem Schutz und Scherkraftübertragung ist diese Ausführung speziell für die grabenlose Rohrverlegung geeignet.

MAPEC® Kunststoff-Umhüllung mit Faserzementmörtel-Ummantelung (FZM-N/FZM-S) als Sonderschichtdicke
Beschreibung
3-Lagen-Umhüllung (PE bzw. PP), bestehend aus 1) Epoxidharzprimer, 2) Haftvermittler und 3) PE/PP-Decklage, zusätzlich jedoch mit einer Dickschicht-FZM-Ummantelung nach Kundenwunsch.
Produkteigenschaften
Durch den Einsatz der Dickschicht-FZM-Ummantelung entsteht eine sehr hohe mechanische Beständigkeit und ein integrierter Schutz gegen Auftrieb.
Anwendungsbereich
Heavy Weight Coating gegen Auftrieb.

Fusion Bonded Epoxy - für On- und Offshore-Verlegeverfahren
Mannesmann Line Pipe liefert seit mehreren Jahren Stahlrohre mit ein- oder zweilagiger Fusion Bonded Epoxy (FBE)-Umhüllung für den On- und Offshore Bereich. Sie ist ein bewährter Korrosionsschutz für die unterschiedlichsten Verlegeverfahren und schwierige mechanische Bodenbeanspruchungen.
FBE wird bei Mannesmann Line Pipe nach den wichtigsten Normen wie CAN CSA Z245.20, ISO 21809-2, AS 3862, API RP 5L2, NACE RP 0394 oder in Anlehnung an GBE/CW 6 geliefert.
Die FBE-Beschichtung kann in Beschichtungsstärken von 350 μm bis 900 μm aufgetragen werden. Sie ist bis zu permanenten Betriebstemperaturen von 90°C einsetzbar.
FBE-Beschichtungen (ein- oder zweilagig) werden ausschließlich aus bewährten und hierfür zugelassenen Materialien hergestellt und bei Mannesmann Line Pipe im elektrostatischen Sprühverfahren aufgebracht.
Durch die hervorragenden mechanischen Eigenschaften und hohe Haftung hat FBE einen hohen Widerstand gegen kathodische Unterwanderung und hilft damit die Betriebskosten für den kathodischen Schutz zu begrenzen.
Einlagige FBE-Beschichtung
Die einlagige FBE-Beschichtung dient bei erdverlegten Rohrleitungen als Korrosions- und mechanischer Schutz. Bei dieser Umhüllungsvariante liegt die durchschnittliche Schichtdicke bei 400 bis 500 μm.
Zweilagige FBE-Beschichtung
Bei der zweilagigen FBE-Beschichtung wirkt die erste Lage hauptsächlich als Korrosionsschutz, während die zweite Lage hauptsächlich als mechanischer Schutz für erhöhte Beanspruchungen dient.
Als zweite Schicht kann das gleiche Material wie bei der Grundschicht oder aber ein sogenanntes Abrasion Resistant Overlay (ARO) für erhöhte Beanspruchungen zum Einsatz kommen. Die zweite Lage bietet einen besonderen Schlag- bzw. Abriebschutz. Die durchschnittliche Mindestdicke der zweiten, im gleichen Verfahren (Nass-in-Nass) aufgebrachten Lage, beträgt ca. 400 - 500 μm.
Für nicht-eingeerdete Leitungen mit FBE wie etwa für Rohrbrücken wird in der zweiten Schicht ein UV-resistentes Polyester in den Schichtdicken 400 - 500 μm aufgebracht.
Gemeinsam mit Partnern kann im Offshore-Bereich FBE in Kombination mit einer Zementmörtel-Ummantelung, einer Ballast-Umhüllung applizieren. Bei Zementmörtel-Anwendungen wird die zweite Lage optional als sogenanntes „Rough Coating“ mit einer erhöhten Scherfestigkeit zum Zementmörtel appliziert.

Innenbeschichtungen
Epoxy Flow Coat - Innenbeschichtung zur Reduktion des Reibungswiderstands in Gasleitungsrohren
Epoxy Flow Coat wird beim Transport von nicht-korrosiven Gasen in Pipelines als sogenanntes Dünnschicht-Epoxy appliziert. Sinn der Innenauskleidung ist es, eine glatte Rohroberfläche darzustellen, die dem zu transportierenden Medium möglichst wenig Reibung entgegensetzt. Es wird gleichzeitig ein verbesserter Durchfluß bei geringerem Energiebedarf erreicht.
Epoxy-ausgekleidete Rohre dienen einer verbesserten visuellen Kontrolle und lassen sich leichter molchen. Im Falle einer Lagerung der Rohre dient Flow Coat gleichzeitig auch als Korrosionsschutz.
Die Standardschichtdicke beträgt ca. 60 μm. Die Fertigung erfolgt nach den Normen API RP 5L2 oder EN 10311.

Zementmörtel-Auskleidung - zur Verhinderung von Inkrustationen und Optimierung hydraulischer Eigenschaften von Wasserleitungen
Die Standardausführung einer Auskleidung für Trinkwasserrohre verhindert Inkrustationen und sorgt für gute hydraulische Eigenschaften der Rohrleitungen. Die Auskleidung ist dabei ein aktiver Korrosionsschutz, der nicht durch seine Barrierewirkung als Korrosionsschutz für den Stahluntergrund, sondern auch durch die Fähigkeit zur Selbstheilung je nach Wasserzusammensetzung Risse und Spalte zu schließen vermag. Durch die Mörtelinhaltstoffe wird die Bildung von Passivschichten auf freiliegenden Stahloberflächen im Nahbereich der Auskleidung unterstützt.
Für Sonderanwendungen wie Abwässer, Salzwässer, Solen oder wasserhaltige Fördermedien bei der Gas- und Ölexploration kommen Sonderauskleidungen zum Einsatz.
Zementmörtel-Auskleidung CM-S
| Beschreibung | Auskleidung nach DIN 2880, EN 10298 Auf Basis CEM I (Portlandzement) |
|---|---|
| Eigenschaften | Optimale hygienische Eignung für Trinkwasser durch Einsatz von CEM I Sulfatbeständige Ausführung S |
| Anwendungsbeispiel | Standard-Auskleidung für Trinkwasserleitungsrohre |
Zementmörtel-Auskleidung CM-V
| Beschreibung | Auskleidung nach DIN 2880, EN 10298 Auf Basis CEM III (Hochofenzement) |
|---|---|
| Eigenschaften | Hohe Chemikalienbeständigkeit |
| Anwendungsbeispiel | z. B. Abwasserkanäle (Freispiegelleitungen) |

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Beschichtungen und Auskleidungen liefern wir auf Anfrage auch temporäre Korrosionsschutzüberzüge, verschiedenste Korrosionsschutzlacke, Zink- oder Polyurethanbeschichtungen sowie Jetfuel-Beschichtungen.
Während ihrer Betriebsphase sind Großrohre oft über Jahrzehnte extremen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Zuverlässige Außenbeschichtungen zum Schutz vor Korrosion und mechanischen Einwirkungen sind deshalb häufig eine absolute Notwendigkeit. Eine Epoxyd-Innenbeschichtung ermöglicht neben dem passiven Korrosionsschutz auch die Minimierung der Oberflächenrauigkeit zur Reduzierung des Strömungswiderstandes, insbesondere beim Gastransport.
Bei Bedarf applizieren wir die im folgenden aufgeführten Außen- und/oder Innenbeschichtungen entsprechend den Kundenanforderungen und gemäß einschlägiger Normen. Weitere Außen- und Innenbeschichtungen auf Anfrage.
Vor dem Beschichtungsvorgang können unsere Rohre zusätzlich einer Hochdruckwäsche unterzogen werden.
Außenbeschichtungen
Polyethylen (PE)-Beschichtung
Vor der Beschichtung wird das Rohr zunächst auf SA 2 1/2 gestrahlt und auf ungefähr 220 °C induktiv erhitzt. Grundsätzlich weist die PE-Isolierung einen dreilagigen Aufbau auf. Als erste Lage wird eine 60 bis 255 µm dicke Epoxyd-Beschichtung elektrostatisch aufgebracht. Die zweite Lage ist eine ca. 125 bis 400 µm dicke Kleberfolie zur besseren Haftvermittlung mit der Decklage. Hiernach erfolgt die Applikation der extrudierten PE-Folie. Die Rohrenden werden frei von den Beschichtungsmaterialen und auf Wunsch mit einem temporären Korrosionsschutz geliefert. Zum Schutz vor Unterrostungen bei längeren Lagerzeiten kann der Übergang der PE-Fase zum beschichtungsfreien Rohrende mit einem zusätzlichen bituminösen Korrosionsschutz versehen werden.

Polypropylen (PP)-Beschichtung
Bei Betriebstemperaturen über 80 °C gibt es besondere Anforderungen hinsichtlich des Eindruckwiderstandes an die Außenisolierung. Für diese Einsatzbedingungen kann eine Polypropylen-Beschichtung mit dreilagigem Aufbau verwendet werden. Der Lagenaufbau entspricht prinzipiell dem PE-Beschichtungssystem, anstelle von PE erfolgt im dritten Schritt allerdings die Applikation der extrudierten PP-Folie. Auch hier werden die Rohrenden frei von Beschichtenmaterialien und auf Wunsch mit einem temporären Korrosionsschutz geliefert. Ein bituminöser Korrosionsschutz kann auch hier den Übergang der PP-Fase zum beschichtungsfreien Rohrende schützen.

Fusion Bonded Epoxy (FBE)
Zur Außenisolierung kann auch eine einlagige Dickschicht-Epoxyd-Beschichtung (Fusion Bonded Epoxy) auf das gemäß SA 2 1/2 gestrahlte und anschließend auf ca. 240 °C induktiv erhitzte Rohr appliziert werden.
Die jeweils erforderliche Beschichtungsstärke von bis zu 800 µm wird in Abhängigkeit der Kundenspezifikation durch elektrostatisches Aufbringen des Epoxydpulvers eingestellt.

Innenbeschichtungen
Epoxyd-Innenbeschichtung zur Reduktion des Reibungswiderstands in Gasleitungsrohren
Eine Epoxyd-Innenbeschichtung gemäß API RP 5L2 kommt vor allem bei Stahlrohren für Gastransporte zur Anwendung. Zweck dieser Innenbeschichtung ist insbesondere die Verringerung der Wandrauigkeit, um den Strömungswiderstand zu reduzieren und damit die Transportleistung zu erhöhen.
In unserer Beschichtungsanlage wird ein lösemittelarmes 2-Komponenten-Epoxydharzsystem im Airless-Spritzverfahren mit einer Trockenschichtdicke von mindestens 60 µm aufgebracht.

Klarlack
Unser Klarlack für den Direktauftrag bietet für Stahlrohre eine umweltfreundliche und geruchsarme Schutzschicht, die das metallische Erscheinungsbild bewahrt.
Der Lack wird auf einer automatischen Durchlaufanlage bei ca. 55 °C, durch vier radial um 90° versetzt um das Rohr angeordnete Sprühdüsen, aufgebracht. Die gleichmäßige und durchgängige Lackschicht beträgt mind. 25 µm.
Nach vollständiger Durchtrocknung ist der Lack wasserfest, lichtbeständig und es wird ein zeitlich begrenzter (temporärer) Korrosionsschutz (max. 6 Monate) gegen atmosphärische Korrosion erreicht. Er bietet eine Barriere gegen Feuchtigkeit und Sauerstoff, um Flugrost zu verhindern, während das Metall sichtbar bleibt.
